Ist auch die Aufladung einer Batterie, eines Akkus oder einer Speicherheizung ein „(Letzt-)Verbrauch“ von Strom im Sinne des EEG ?

Häufige Frage  – Schlagworte: Eigenverbrauch/-versorgung

erstellt am: 

31.10.2011

Textfassung vom: 

08.10.2018

zuletzt geprüft am: 

08.10.2018

Gesetzesbezug: 

Ja.

Ein „Verbrauch“ von Strom im Sinne des vergüteten Eigenverbrauchs (§ 33 Abs. 2 EEG 2009 bzw. § 33 Abs. 2 EEG 2012 in der bis zum 31. März 2012 geltenden Fassung) liegt immer dann vor, wenn der Strom nicht in das Netz für die allgemeine Versorgung eingespeist, sondern von der Anlagenbetreiberin bzw. dem Anlagenbetreiber  oder Dritten vor dem Netzverknüpfungspunkt verbraucht wird. Die Aufladung einer Batterie, eines Akkus oder einer Speicherheizung ist Verbrauch in diesem Sinne, wenn der gespeicherte Strom nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Netz für die allgemeine Versorgung eingespeist wird.

Näheres hierzu entnehmen Sie bitte dem Abschnitt 3.1.7 der Empfehlung 2011/2/1.

Bitte berücksichtigen Sie, dass seit dem 1. April 2012 keine Regelung zum vergüteten Eigenverbrauch mehr enthalten ist. Seit dem 25. Juli 2017 wurde mit dem Mieterstromgesetz der Mieterstromzuschlag eingeführt (s. dazu den Hinweis der Bundesnetzagentur (BNetzA) zum Mieterstromzuschlag sowie den Hinweis 2017/46 der Clearingstelle zum Mieterstrom).

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Eigenversorgung seit Inkrafttreten des EEG 2014 im Regelfall der EEG-Umlage unterliegt. Als grundsätzlich EEG-umlagepflichtiger Verbrauch gilt dabei auch das Beladen eines Speichers. Denn dieses stellt einen Letztverbrauchsvorgang dar. Zur Klärung von Einzelfragen zu § 61 EEG 2014 hat die Clearingstelle die Empfehlung 2014/31 beschlossen. Zur Anwendung und Auslegung der Regelungen zur EEG-Umlage bei der Eigenversorgung hat die BNetzA den Leitfaden zur Eigenversorgung herausgegeben. Zur Anwendung des § 61k EEG 2017 (EEG-Umlage bei Speichern) hat die Clearingstelle die Empfehlung 2017/29 veröffentlicht.

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