Welche Vergütung erhalten Solaranlagen auf Nichtwohngebäuden?

Häufige Frage

erstellt am: 

05.09.2012

Textfassung vom: 

07.11.2018

zuletzt geprüft am: 

07.11.2018

Gesetzesbezug: 

Das EEG in der seit dem 1. April 2012 geltenden Fassung unterscheidet zwischen Solaranlagen auf Wohngebäuden und auf sog. Nichtwohngebäuden.

Zum Begriff des Gebäudes lesen Sie bitte unseren Hinweis 2011/10. Wohngebäude sind nach der Definition im EEG solche Gebäude, die »nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen, einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen sowie ähnliche Einrichtungen«.

Für Anlagen auf Wohngebäuden sind keine weiteren Einschränkungen zu beachten.

Für Anlagen auf Nichtwohngebäuden kommt es zunächst darauf an, ob sich diese im Außenbereich nach § 35 des Baugesetzbuches (BauGB)  befinden. Der Außenbereich ist eine Gebietskategorie des Bauplanungsrechts und bezeichnet Gebiete, die weder im Geltungsbereich eines Bebauungsplans (§ 30 BauGB) noch innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile (§ 34 BauGB) liegen.

Befindet sich das Nichtwohngebäude nicht im Außenbereich, besteht die gleiche Vergütung bzw. finanzielle Förderung wie bei Wohngebäudeanlagen.

Befindet sich das Nichtwohngebäude im Außenbereich, gelten die Vergütungs- bzw. Fördersätze für Gebäudeanlagen nur dann, wenn

  1. nachweislich vor dem 1. April 2012
    1. für das Gebäude der Bauantrag oder der Antrag auf Zustimmung gestellt oder die Bauanzeige erstattet worden ist,
    2. im Fall einer nicht genehmigungsbedürftigen Errichtung, die nach Maßgabe des Bauordnungsrechts der zuständigen Behörde zur Kenntnis zu bringen ist, für das Gebäude die erforderliche Kenntnisgabe an die Behörde erfolgt ist oder
    3. im Fall einer sonstigen nicht genehmigungsbedürftigen, insbesondere genehmigungs-, anzeige- und verfahrensfreien Errichtung mit der Bauausführung des Gebäudes begonnen worden ist,
  2. das Gebäude im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einer nach dem 31. März 2012 errichteten Hofstelle eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes steht oder
  3. das Gebäude der dauerhaften Stallhaltung von Tieren dient und von der zuständigen Baubehörde genehmigt worden ist.

Ist keine der genannten Voraussetzungen erfüllt, gilt für die Solaranlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich die Vergütung bzw. Förderung, die bei sonstigen baulichen Anlagen zu zahlen ist. Der Fördersatz für diese Anlagen entspricht dem, der für Freiflächenanlagen (außerhalb der Ausschreibungen) gezahlt wird.

Zu Solaranlagen auf Nichtwohngebäuden hat die Clearingstelle bislang die folgenden Arbeitsergebnisse veröffentlicht:

(1 Punkt = gar nicht, 5 Punkte = sehr gut; dargestellt ist der Durchschnitt)
56.6218/891
Ausführlichere Rückmeldung
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