Fehlende Anlagenregistrierung: Verringerung des Zahlungsanspruchs um 20%?

erstellt am: 

28.05.2018

Textfassung vom: 

28.11.2018

zuletzt geprüft am: 

28.11.2018

Gesetzesbezug: 

In einer Vielzahl von Anfragen wird die Frage gestellt, unter welchen Voraussetzungen sich der gesetzliche Zahlungsanspruch (anzulegende Wert) für den eingespeisten Strom nur um 20% verringert. Insbesondere wird gefragt, ab welchem Zeitpunkt bei fehlender Meldung der Anlage an die Bundesnetzagentur, aber rechtzeitiger Übermittlung der Daten für die Kalenderjahresabrechnung sich der anzulegende Wert um 20% verringert.

Die Verringerung des Zahlungsanspruchs (anzulegender Wert) um 20% ist in § 52 Absatz 3 Nummer 1 EEG 2017 geregelt. Dieser ist dann anwendbar, wenn die Anlagenbetreiberin oder der Anlagenbetreiber ihre Anlage nicht fristgemäß bei der Bundesnetzagentur (Anlagenregister, Marktstammdatenregister oder PV-Meldeportal) gemeldet haben, aber die Kalenderjahresmeldung nach § 71 Nummer 1 EEG 2017 bis zum 28. Februar eines Jahres vorgenommen haben. Dabei tritt die Verringerung um 20% bereits ab dem Zeitpunkt ein, ab dem die Anlage zu registrieren war, aber nicht gemeldet worden ist. Dies hat die Clearingstelle in ihrem Hinweis mit dem Aktenzeichen Hinweis 2018/4 geklärt.

Nur wenn die Kalenderjahresmeldung und die Meldung an die Bundesnetzagentur fehlen, verringert sich der Zahlungsanspruch auf null. 

Auf welche Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2017 diese Rechtsfolge (Verringerung um 20% in § 52 Absatz 3 Nummer 1 EEG 2017) nach den Übergangsbestimmungen des EEG 2017 anwendbar ist, ist in der Empfehlung 2017/37 geklärt.

 

 

 

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37.037/27
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