Müssen EEG-Anlagen registriert werden, um die Vergütung in voller Höhe zu erhalten?

Grundsätzlich ja.

Vorbemerkung: Dieser Artikel beschreibt die Rechtslage vor dem Inkrafttreten des EEG 2014 und der Anlagenregisterverordnung (AnlRegV). Bitte beachten Sie, dass am 1. Juli 2017 die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStrV) in Kraft trat und die Anlagenregisterverordnung am 1. September 2017 außer Kraft trat. Wann der Aufbau des Marktstammdatenregisters abgeschlossen ist, erfahren Sie in unserem Beitrag und auf den Seiten der BNetzA.  In der MaStrV sind Meldepflichten für Neuanlagen (Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017) und Bestandsanlagen (Inbetriebnahme vor dem 1. Juli 2017) geregelt.

Antwort für Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1. August 2014 und zur Rechtslage vor dem 1. August 2014: Es kommt darauf an, um welche Art von Anlage es sich handelt.

  1. Anlagenregister für Solaranlagen

    Für Solaranlagen gibt es das sog. PV-Meldeportal bei der Bundesnetzagentur (BNetzA). Vergütungsvoraussetzung ist, dass Anlagenbetreiberinnen bzw. -betreiber den Standort und die installierte Leistung der Anlage der BNetzA gemeldet haben. 

    Weitere Informationen sowie den Zugang zum PV-Meldeportal finden Sie auf den Seiten der BNetzA. Fragen zur Meldung von Solaranlagen richten Sie bitte direkt an die Bundesnetzagentur:

    kontakt-solaranlagen@bnetza.de

    Bundesnetzagentur
    DLZ 60
    Karthäuserstraße 7 - 9
    34117 Kassel

    Tel.: 0561/7292-120
    Fax: 0180 5 734870-1001

  2. Anlagenregister für Anlagen, die flüssige Biomasse einsetzen

    Zum anderen gibt bzw. gab es das Register nach §§ 61 ff. Biostrom-Nachhaltigkeitsverordnung (BioSt-NachV) für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus flüssiger Biomasse. Dieses Register führt  gemäß § 74 Nr. 9 BioSt-NachV die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Der Antrag auf Registrierung in diesem Register ist  Vergütungsvoraussetzung für Strom aus flüssiger Biomasse (siehe § 3 Abs. 1 Nr. 3 BioSt-NachV).

    Der Antrag auf Registrierung muss für Neuanlagen vor der Inbetriebnahme (§ 64 Abs. 1 BioSt-NachV) gestellt werden. Für Altanlagen, die vor dem 1. Januar 2010 in Betrieb genommen worden sind, musste der Antrag nachträglich bis zum 30. Juni 2010 (§ 64 Abs. 2 BioSt-NachV) gestellt werden. Bei der Registrierung sind die von § 63 BioSt-NachV verlangten Angaben zu machen.

    Weitere Informationen (auch zu den Nachhaltigkeitsnachweisen für flüssige Biomasse) sowie einen Vordruck zur Anlagenregistrierung finden Sie auf den Seiten der BLE. Fragen zur Registrierung richten Sie bitte direkt an die BLE: nachhaltigkeit@ble.de; Tel.: 0228/99-6845-2550.

Eine Übersicht zu Registrierungspflichten des BMWi finden Sie auch hier.

(1 Punkt = gar nicht, 5 Punkte = sehr gut; dargestellt ist der Durchschnitt)
50.5782/908
Ausführlichere Rückmeldung
Wenn Sie mögen, können Sie uns eine ausführlichere Rückmeldung zu unserer Arbeit geben (Zeitbedarf etwa 3 Minuten).